Einst waren sie die niedlichen Knaben von der grunen Insel, der irische Beitrag zum Thema "Boygroups". Einst waren sie ein Quintett, das eine respektable Liste von internationalen Hits vorzuweisen hatte. Dann kam der Marz 2004 -- und aus Funfen, die 1998 eine einzigartige Karriere begonnen hatten, wurden Vier. Bryan verlie? die Gruppe -- und Kiam, Mark, Nicky und Shane nutzten die Gelegenheit, um sozusagen ein 'Debutalbum' von Westlife als Quartett aufzunehmen. Und dabei gingen sie einen ganz und gar neuen Weg -- namlich zuruck in die popmusikalische Vergangenheit. Das legendare "Rat Pack", also Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr., waren die Stichwort- bzw. Songgeber. Auf den Spuren des amerikanischen Kult-Trios lie?en sich Westlife in Las Vegas, der hauptsachlichen Wirkungsstatte von Frankie und seinen Kumpanen, inspirieren. Um die wohlbekannten Songs der "Golden Rat Pack Ara" auch optisch originalgetreu aufnehmen zu konnen, warfen sich die sympathischen Vier in die damals modernen Anzuge mit Fliege und Krawatte und wandelten sich zu vier gepflegten und ausgesprochen attraktiven jungen Mannern. Und auch stimmlich brauchen die Vier von Westlife den Vergleich mit dem Original nicht zu scheuen. Mit Swing und Sex in der Stimme interpretieren sie -- begleitet von einem 60-kopfigen Orchester -- Alltime Classics wie "Fly Me To The Moon" aus dem Jahr 1963, "Mack The Knife" 1956, Charlie Chaplins "Smile" 1959, "The Way You Look Tonight" 1961, "I Left My Heart In San Francisco" 1962, "When I Fall In Love" 1961, oder "Clementine" 1960. Fazit: Ein gelungener Image-Wechsel. Westlife sind stimmlich und optisch uberzeugende Nachfolger der Rat-Pack-Stars. Unwiderstehlich singen sie 12 Songs, die kuscheligen Blues und antornenden Swing mit einer gro?en Prise Erotik in kalte Winterabende bringen werden. Reinhoren und nicht mehr damit aufhoren! --Julia Edenhofer